Monats-Archive: Mai 2009

Geldvernichtung durch Geldanlage in einer Lebensversicherung

Die Hälfte der Lebensversicherer hat die laufende Verzinsung für die rund 70 Millionen Kapital bildenden Policen der Deutschen gesenkt. Die Rendite beträgt zwischen armseligen  0,35 bis 1,7%.

Es werden den Kunden zwar 4 – 5% Zinsen versprochen, aber der Garantiezins liegt meist bei 2,25 %. Und diesen Zinssatz zahlen die Versicherer nicht auf den gesamten Beitrag, sondern nur auf den so genannten Sparanteil. Von der Prämie für eine Kapitallebenspolice ziehen sie erst ihre Kosten für Verwaltung und Provision sowie das Risiko ab. Verzinst werden je nach Gesellschaft und Alter des Kunden oft nur 70 Prozent. Auf den Beitrag bezogen kommt daher oft eine deutlich niedrigere Rendite heraus.

Kapitalvernichtung statt Kapitalbildung:

Es geht für viele Anleger um ein kleines Vermögen. Einem 30-Jährigen, der sich im Jahr 2000 für eine 30-jährige Kapitallebenspolice mit 100 Euro Monatsbeitrag interessierte, rechnete einer der führenden Versicherer eine Ablaufleistung von 112.980,00 Euro hoch. Heute prognostiziert der Marktführer noch 69.876,00 Euro.

Bei einer Auszahlung von  69.876,00 Euro beträgt die Rendite 4,1 %. Wenn man jetzt von einer Inflationsrate von nur 3% (derzeit sind es im Schnitt 5%) ausgeht, hat der Sparer am Ende einen Kaufkraftverlust von 90%. Die 69 876 Euro sind in 30 Jahren nur 6.987,60 Euro wert.

Wenn das keine Kapitalvernichtung ist?

Lebensversicherungen – eine gefährliche Falle.

Viele Versicherungskonzerne leiden unter der Krise. So musste z.B. die Allianz für das vergangene Jahr einen Verlust von 2,4 Milliarden Euro einräumen. Was das für die Überschussbeteiligung der Kunden bedeutet, deren Verträge jetzt auslaufen, kann man sich leicht ausrechen – keine Überschüsse – keine Beteiligungen.

Die Lebensversicherungssparte der Allianz macht Probleme, die Kapitalanlagen sind eingebrochen.

Die Lebensversicherer bekommen Probleme, das Geld zu erwirtschaften. Das Neugeschäft geht zurück und die Kapitalanlagen verlieren drastisch an Wert oder bringen kaum Zinsen – eine gefährliche Falle. Prof. Dr. Jochen Zimmermann vom Lehrstuhl Betriebswirtschaft an der Universität Bremen: “Wenn wir aber jetzt dauerhaft wegen der Geldpolitik in eine Niedrigzinsphase eintreten, dann kann das für die Versicherer auch bedeuten, dass sie die Versprechen, die sie abgegeben haben zu ganz anderer Zeit, nicht mehr werden halten können.

Der Versicherungsanalyst Dr. Carsten Zielke hat in einer umfassenden Studie mit dem Titel “Nach dem Sturm” die Kapitalanlagen der deutschen Versicherer untersucht und auf ihren tatsächlichen Wert geprüft. Dr. Carsten Zielke: “Die deutschen Versicherer investieren den Großteil ihrer Gelder direkt oder indirekt in deutsche Banktitel. Sie sind ca. zu 50-60 Prozent dort investiert.” 25 % zum Beispiel in Schuldscheindarlehen, das sind Gelder die dann an mittelständische Unternehmen weitergereicht werden oder über den Pfandbriefsektor, das sind Papiere wo zum Beispiel Immobilien finanziert werden oder auch Kommunalkredite”

Diese bisher sicher geglaubten Geldanlagen hält Dr. Carsten Zielke für sehr riskant. Die absolute Sicherheit der deutschen Bankwerte muss bezweifelt werden, da laut Dr. Carsten Zielke die Bilanzwerte dieser Titel mit 100% angesetzt, oft nur einen Marktwert von 70-80% haben.

Wer trägt letztendlich dieses Risiko? Die Kunden.

Wir klären Sie auf, wir zeigen Ihnen einen Ausweg

Riester-Fondsrente, Renditeprognosen so sicher wie Lotto spielen

Riester-Fondsrente, Renditeprognosen so sicher wie Lotto spielen

Um Geschäft zu machen, werden Kunden mit hohen Prognosen und Beispielrechnungen in die Irre geführt. Die Ablaufleistung wird künstlich hochgerechnet.

Erst in den oft viele Seiten umfassenden Versicherungsbedingungen räumen die Versicherer ein, dass die Beispielrechnung eine reine Hypothese ist und der Kunde keinerlei Anspruch auf die errechneten Leistungen hat. Das liest aber erfahrungsgemäß kaum ein Kunde. Und wenn, versteht er es nicht.

Wenn Sie mehr erfahren wollen, lesen Sie diesen Artikel. Riester-Fondsrente

Wir klären Sie auf, wir zeigen Ihnen einen Ausweg

Lebens- und Rentenpolicen, der große Betrug

Die Renditen entwickeln sich aktuell katastrophal. Dazu kommen die unglaublich hohen Kosten für die Verwaltung und die Provisionen der Vermittler, die bei vielen Gesellschaften mehr als 30 % der Beitragssumme betragen.

Bei folgendem Beispiel zahlt der Kunde in einen 30 Jahre laufenden Vertrag monatlich 200 € ein und ist erst nach zehn Jahren im Plus, das trotz 7 % Bruttorendite und eingezahlten 23.000 €.

Was bedeutet, er hat 10 Jahre lang den Versicherungskonzern finanziert.

Sollte der Kunde dieses fatale Ergebnis nach z.B. 5 Jahren realisieren und kündigen, verliert er den Großteil seines eingezahlten Geldes.

Die drei Großen Irrtümer dieser Anlageform:

I: Alle Prämien landen in Fonds
II: Die Police ist sicher
III: Der Risikoschutz für die Familie wird günstiger

Wenn Sie mehr erfahren wollen, lesen Sie diesen Artikel.   Lebensversicherung

Wir klären Sie auf, wir zeigen Ihnen einen Ausweg.

Armes Deutschland

Die soziale Ungleichheit und die Armut in Deutschland wachsen rasant.

OECD Studie vom 21.10.2008

Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich in Deutschland seit der Jahrtausendwende im internationalen Vergleich deutlich stärker geöffnet. Die Einkommensunterschiede und der Anteil armer Menschen an der Bevölkerung nahmen in der Bundesrepublik schneller zu als in den meisten anderen Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das geht aus der gerade veröffentlichten OECD-Studie “Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?” hervor.

Die OECD macht mehrere Entwicklungen für die Zunahme von Einkommensungleichheit und Armut in Deutschland verantwortlich. Seit Mitte der 90er Jahre hätten sich die Löhne und Gehälter drastisch auseinander bewegt. Außerdem trage in der Bundesrepublik die Arbeitslosigkeit mehr als in den meisten OECD-Ländern zur ungleichen Einkommensverteilung bei: Zwischen 1995 und 2005 sei der Anteil der Menschen, die in Haushalten ohne jedes Erwerbseinkommen leben, auf 19,4 Prozent gestiegen – der höchste Wert innerhalb der OECD.

Außerdem trage in der Bundesrepublik die Arbeitslosigkeit mehr als in den meisten OECD-Ländern zur ungleichen Einkommensverteilung bei. Zwischen 1995 und 2005 sei der Anteil der Menschen, die in Haushalten ohne jedes Erwerbseinkommen leben, auf 19,4 Prozent gestiegen – der höchste Wert innerhalb der OECD.

Die Vermögen in Deutschland sind deutlich ungleicher verteilt als die Einkommen.
Wie in den meisten anderen OECD-Ländern ist Vermögen wesentlich ungleicher verteilt als Einkommen: so besitzen die obersten zehn Prozent etwa die Hälfte des Gesamtvermögens – die einkommensstärksten zehn Prozent der Bevölkerung erzielen dagegen “nur” etwas mehr als ein Viertel des Gesamteinkommens in Deutschland.

Jahrzehnte lang hat die Politik dafür gesorgt, dass die Finanzmärkte uns unter Druck setzen können. Der Standortwettbewerb wurde durch niedrigsten Löhne, Sozialabgaben und Unternehmenssteuern angeheizt.

Statt den negativen Folgen der Globalisierung mit einem Ausbau der sozialen Infrastruktur aufzufangen, ist mit der Agenda 2010 ein unglaublicher Sozialabbau betrieben worden. Dieser hat die Ungleichheit zusätzlich verschärft.

Jetzt bekommen die Politiker die Quittung präsentiert. Die Zeche allerdings zahlen andere, wenn die Politik nicht endlich gegensteuert.

Kategorien